Quelle: Stationen der Hirzler Geschichte von Jürg Winkler
Den "Fortschritt" machte der Hirzel verhältnissmässig spät, eigentlich erst nach dem zweiten Weltkrieg. Bis dahin war er mehr oder weniger noch im Urzustand anzutreffen, war, zumindest von aussen betrachtet, eine heile Welt, wo Kurgäste im "Meta Heusser-Heim" und Ausflügler aus der Umgebung auf ihren Wanderungen Ruhe, ländliche Idylle und unverdorbene Natur vorfanden.
Erst der allgemeine Konjunkturaufschwung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Fortschritte der Technik und die steigenden Bedürfnisse einer langsam wieder anwachsenden Bevölkerung weckten die Gemeinde aus einer Art Dämmerzustand, da die Behörden noch kaum als grosse Planer, sondern mehr als von Fall zu Fall reagierende "Feuerwehr" gewirkt hatten. Die Gemeinde war zwar "nicht arm, aber finanzschwach" (treffliche Formulierung von alt Gemeindepräsident Hermann Wyss), und die neuen Aufgaben, die sie zu lösen hatte, forderten von ihr etwelche finanzpolitische Kraftakte. Aber es gelang ihr, den Ausbau der Infrastruktur auf allen Gebieten zu verwirklichen (ARA, gesamtes Werkleitungsnetz, Werkgebäude, moderne Feuerwehr, Schulhäuser, Gemeindesaal, Alterswohnungen mit Spitex) usw.
Seit den Fünfzigerjahren hat auch ein allgemeiner Aufschwung des Gewerbes eingesetzt. In der Gemeinde entstanden oder vergrösserten sich Betriebe verschiedenster Branchen:
Holzverarbeitung (Schreinereien, Zimmerei), Auto- und Transportgewerbe (Autogarage, Transportunternehmen usw.), Baugewerbe (Unternehmer, Planer, Architekten), Gärtnerei und Gartenbau, Lebensmittel (Volg, Metzgerei, Molkerei, Bäckerei etc.), Gastgewerbe usw.
| Bevölkerung: |
1634 = |
400 Einwohner |